Junior Notfall Guide

Sie haben den QR-Code eines Junior Ersthelfers gescannt. Hier finden Sie erste und wichtige Handlungsschritte.



Internationaler Notruf

Notruf

Der Notruf für Feuerwehr und Rettungsdienst für lebensbedrohliche Notfälle kostenlos und europaweit gültig.

Bei Unsicherheit lieber einmal zu viel als zu wenig wählen!

112

Giftnotruf

Der Giftnotruf für die beratende Funktion bei einer mutmaßlichen Vergiftung.


Achtung hier können keine Rettungsmittel entsandt werden!

00498919240

Ber. Arzt

Der kassenärztliche Bereitschaftsdienst steht zu Verfügung, wenn der Haus- oder Kinderarzt nicht greifbar sind, es sich aber nicht um einen lebensbedrohlichen Notfall handelt.

116117

Heimweg

Das Heimwegtelefon steht dann zu Verfügung, wenn man sich auf dem Nach Hause Weg alleine vielleicht unwohl fühlt. Ein Gesprächspartner am Telefon unterstützt beim sicheren Weg nach Hause.

00493012074182

Hilfloses Kind? Eltern Informieren!

Sollte das Kind hilflos sein, ohne medizinisches Problem, versuchen Sie die Eltern ausfindig zu machen. Sollte das nicht möglich sein, informieren Sie den Notruf der Polizei.

Notruf Polizei

110

4 lebensrettende Sofortmaßnahmen

Sollte ein Kind einer lebensbedrohlichen Situation ausgesetzt sein, können wir vier lebensrettende Sofortmaßnahmen ergreifen, welche die Überlebenschance enorm erhöht.

Kritische Blutung

Bei einer kritischen Blutung haben wir wenige Minuten Zeit! Drücken Sie manuell mit der Hand auf die Wunde. Unterstützen Sie mit einem Druckverband oder mit einer Abbindevorrichtung die Blutstillung.

Bewusst-

losigkeit

Drehen Sie bei Bewusstlosigkeit und bei vorhandener Atmung den Körper in eine Seitenlage und Überstrecken Sie den Kopf. So sichern Sie die Atemwege des Kindes.

Verlegte Atmung

Kinder verschlucken sich oft an Kleinteilen. Klopfen Sie dabei beherzt zwischen die Schulterblätter. Sollte das nicht funktionieren, greifen Sie von hinten das Kind und drücken Sie Ihre Faust mehrmals hintereinander in die Magengrube, um einen Würg- und Hustenreiz bei dem Kind auszulösen.

Kreislauf-

stillstand

Bei Bewusstlosigkeit ohne Atmung ergreifen wir die Maßnahme der Beatmung und der anschließenden Herz-Druck-Massage. Beatmen Sie das Kind 5 mal. Beginnen Sie anschließen mit der Wiederbelebung im Rhythmus 30:2. 30 Kompressionen mittig auf den Brustkorb und 2 Beatmungen.


Die Big Four der Kindernotfälle

Pseudo

Krupp

Pseudokrupp ist eine meist durch Viren verursachte Entzündung im Bereich von Kehlkopf und Stimmbändern. Typisch sind plötzlich auftretender bellender Husten, Heiserkeit und ein pfeifendes Atemgeräusch beim Einatmen, häufig nachts. Betroffen sind vor allem Kinder zwischen sechs Monaten und sechs Jahren.



Erste Hilfe: Ruhe bewahren und das Kind beruhigen, da Aufregung die Atemnot verstärken kann. Das Kind aufrecht halten und für kühle, frische Luft sorgen, beispielsweise am geöffneten Fenster oder auf dem Balkon. Ausreichend trinken lassen. Bei starker Atemnot, blauen Lippen, Erschöpfung oder anhaltenden Beschwerden sofort den Notruf 112 wählen oder ärztliche Hilfe aufsuchen.

Fieber-

krampf

Ein Fieberkrampf ist ein meist harmloser Krampfanfall, der bei Kindern zwischen sechs Monaten und fünf Jahren im Zusammenhang mit einem raschen Fieberanstieg auftreten kann. Das Kind kann das Bewusstsein verlieren, die Augen verdrehen und rhythmische Zuckungen von Armen und Beinen zeigen. Der Anfall dauert meist nur wenige Minuten.



Erste Hilfe: Ruhe bewahren, das Kind vor Verletzungen schützen und enge Kleidung lockern. Nichts in den Mund stecken und die Krampfbewegungen nicht festhalten. Nach dem Anfall das Kind in die stabile Seitenlage bringen und die Atmung kontrollieren. Den Notruf 112 wählen, wenn der Krampf länger als fünf Minuten dauert, erstmals auftritt oder das Kind nicht rasch wieder zu sich kommt.

Vergiftung

Vergiftungen treten bei Kindern häufig durch Medikamente, Reinigungsmittel, Pflanzen oder Chemikalien auf. Symptome können Übelkeit, Erbrechen, Bewusstseinsstörungen, Atemprobleme oder Krampfanfälle sein.



Erste Hilfe: Ruhe bewahren und die aufgenommene Substanz sichern. Das Kind nicht zum Erbrechen bringen und keine Hausmittel wie Milch verabreichen. Mundreste vorsichtig entfernen und bei Bedarf den Mund mit Wasser ausspülen. Sofort die Giftnotrufzentrale kontaktieren oder bei schweren Symptomen den Notruf 112 wählen. Bei Bewusstlosigkeit das Kind in die stabile Seitenlage bringen und die Atmung überwachen.

Verbrennung

Verbrühung

Verbrennungen und Verbrühungen gehören zu den häufigsten Unfällen im Kindesalter. Zur Abschätzung der betroffenen Körperoberfläche hilft die Handflächen-Regel: Die Handfläche des Kindes einschließlich der Finger entspricht etwa 1 % der Körperoberfläche. Bereits größere Verbrühungen können bei Säuglingen und Kleinkindern zu erheblichen Flüssigkeitsverlusten führen.


Erste Hilfe: Die Ursache beseitigen und das Kind aus dem Gefahrenbereich bringen. Kleinere Verbrennungen maximal zehn Minuten mit  Wasser kühlen. Keine Eiswürfel, Salben oder Hausmittel verwenden. Verbrannte Kleidung nur entfernen, wenn sie nicht an der Haut haftet. Größere Verletzungen steril abdecken, das Kind warmhalten und den Notruf 112 verständigen. Sind mehr als zehn Handflächen betroffen oder Gesicht, Hände, Füße oder Genitalien verletzt, sollte umgehend die 112 verständigt weden.

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Eltern sorgen sich - Immer! Zu jeder Zeit, an jedem Ort, an jedem Tag! Und trotzdem passiert mal etwas. Wie wir dann handeln, liegt einzig und allein bei uns selbst. Mit meinem Kursformat ist mein Ziel euch, als Eltern, handlungsfähig und handlungssicher zu machen in Notfallsituationen aber auch bei kleinen Wehwehchen. Seid dabei, wenn wir in 5 Stunden Unterrichtszeit Erste Hilfe einfach gestalten und die Welt für unsere Jüngsten etwas sicherer gestalten!


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